Brustkrebs im Frühstadium

Was ist früher Brustkrebs?

Bei Brustkrebs handelt es sich um eine bösartige Veränderung des Brustgewebes. Je nach Ausbreitung des Tumors werden verschiedene Stadien unterschieden. In den frühen Stadien hat der Tumor einen maximalen Durchmesser von 5 cm. Zwar können bereits Lymphknoten von Krebszellen befallen sein – es haben sich jedoch noch keine Tochtergeschwülste (Metastasen) außerhalb des Brustgewebes gebildet. Etwa zwei von drei Patientinnen befinden sich zum Zeitpunkt der Diagnose in einem frühen Stadium. In dieser Krankheitssituation bestehen für die Frauen gute Chancen, geheilt zu werden.1-3

Hintergrundwissen früher Brustkrebs

Wie viele Menschen sind in Deutschland betroffen?

In Deutschland erkranken jedes Jahr etwa 70.000 Frauen (sowie ca. 700 Männer) neu an Brustkrebs – bei über 17.000 Menschen führt die Erkrankung zum Tod. Dank der besseren Früherkennung sowie enormer Fortschritte in der Behandlung von Brustkrebs haben sich die Überlebenschancen für die Betroffenen in den vergangenen Jahren deutlich verbessert: Trotz einer höheren Rate an Neuerkrankungen versterben heute weniger Menschen an Brustkrebs als noch vor zehn Jahren.3

Welche Risikofaktoren gibt es?

Bis heute ist nicht vollständig geklärt, warum manche Frauen an Brustkrebs erkranken und andere nicht. Wie bei allen Krebserkrankungen gibt es nicht die eine Ursache. Gleichwohl gibt es Risikofaktoren, die die Entstehung von Brustkrebs fördern können.3,4

Brustkrebs - Risikofaktoren

Wie kann man vorsorgen und welche Warnsignale gibt es?

Je früher Brustkrebs erkannt wird, desto größer sind die Chancen geheilt zu werden. Daher sollte es zur Gewohnheit werden, Brust und Achseln einmal pro Monat abzutasten – am besten fünf bis sieben Tage nach Beginn der Regel. Darüber hinaus gehört für Frauen ab 30 Jahren eine jährliche Untersuchung der Brust durch den Arzt sowie für Frauen ab 50 Jahren eine Röntgenuntersuchung (Mammographie) alle zwei Jahre dazu.3,5

70 bis 80 % der betroffenen Frauen entdecken selber den bösartigen Knoten in ihrer Brust. Typischer Warnhinweis ist eine Verhärtung, die einseitig nur in einer Brust bzw. einer Achsel auftritt. Weitere Warnsymptome sind Veränderungen der Größe oder Form der Brust, Dellen in der Brusthaut, Einziehungen der Brustwarze bzw. Absonderungen, Rötungen oder Entzündungen der Brust.6

Wie wird die Diagnose gestellt?

Die Mammographie ist das wichtigste Verfahren zur Früherkennung von Brustkrebs. Weitere Untersuchungsmethoden sind Ultraschall und die Kernspintomographie. Über die Frage, ob veränderte Zellen bösartig sind, kann letztlich nur eine Gewebeprobe (Biopsie) Aufschluss geben.7

Liegt eine bösartige Veränderung vor, wird die Gewebeprobe mit Hilfe spezifischer Methoden näher bestimmt. Dies ist für eine mögliche zielgerichtete Therapie im Anschluss wichtig. So wächst bei etwa vier von fünf Patientinnen der Tumor hormonabhängig, so dass für diese Frauen eine Antihormontherapie in Frage kommt.2 Bei etwa jeder fünften Patientin mit Brustkrebs kommt ein spezielles Protein, der HER2-Rezeptor, im Übermaß auf den Krebszellen vor und überflutet den Tumor mit Wachstumssignalen.8 Ärzte sprechen dann von „HER2-positivem Brustkrebs“. Mithilfe einer Antikörpertherapie lassen sich diese Krebssignale zielgerichtet blockieren.

Was ist das Ziel der Behandlung?

Das oberste Ziel in der Behandlung von Frauen mit frühem Brustkrebs ist die Heilung. Dank einer verbesserten Früherkennung und moderner Therapien haben sich die Heilungschancen für Frauen mit Brustkrebs erheblich verbessert.3 Bei etwa drei von vier Frauen mit Brustkrebs im Frühstadium kann inzwischen verhindert werden, dass die Erkrankung in ein unheilbares Stadium fortschreitet.9

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Die Behandlung von Frauen mit frühem Brustkrebs basiert in der Regel auf drei Säulen: Operation, medikamentöse Behandlung und Strahlentherapie. Häufig folgen die verschiedenen Therapieansätze aufeinander. Ziel ist es, den Krebs frühzeitig aus unterschiedlichen Richtungen anzugreifen, so dass er keine zweite Chance bekommt.

Operation: Ziel der Operation ist es, den Tumor und eventuell befallene Lymphknoten möglichst vollständig zu entfernen. In den meisten Fällen kann heute brusterhaltend operiert werden.10

Strahlentherapie: Bei vielen Frauen erfolgt nach der Operation oder im Anschluss an die medikamentöse Behandlung eine Strahlen- bzw. Radiotherapie. Diese nutzt aus, dass Krebszellen gegenüber gesunden Zellen weit weniger in der Lage sind, sich von der Strahlenwirkung zu erholen und somit absterben.10

Medikamentöse Behandlung: Je nach Zeitpunkt der medikamentösen Behandlung wird unterschieden zwischen neoadjuvanter und adjuvanter Therapie.

  • Neoadjuvante Therapie: Die neoadjuvante Behandlung erfolgt bereits vor der Operation. Das Ziel: Den Tumor so früh wie möglich angreifen und die Krebszellen zerstören. Im Idealfall sprechen die Frauen so gut auf die Behandlung an, dass zum Zeitpunkt der Operation keine Krebszellen mehr in der Brust und den Lymphknoten der Achsel gefunden werden können. Studiendaten belegen, dass eine solche sogenannte pathologische Komplettremission die Überlebenschancen von Frauen mit einigen Formen des frühen Brustkrebs erheblich verbessert.11 Ein weiterer wichtiger Vorteil: Wird der Tumor durch die frühe Therapie verkleinert oder sogar vollständig zerstört, können viele Frauen brusterhaltend operiert werden.
  • Adjuvante Therapie: Nach der Operation erfolgt in der Regel eine adjuvante medikamentöse Behandlung. Ziel ist es, möglicherweise im Körper verbliebene Krebszellen abzutöten, um so ein Wiederauftreten der Erkrankung zu verhindern.
Behandlungsmöglichkeiten Brustkrebs

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[1] Deutsche Krebshilfe e.V.: Die blauen Ratgeber – Brustkrebs, Bonn 2014
[2] www.onkopedia.com (letzter Aufruf: 05.10.2015)
[3] Robert Koch-Institut (RKI; Hrsg.): Krebs in Deutschland 2011/2012, Berlin 2015
[4] Deutsches Krebsforschungszentrum (dkfz): Risikofaktoren Brustkrebs (www.krebsinformationsdienst.de; letzter Aufruf: 05.10.2015)
[5] Deutsche Krebsgesellschaft (DKG): Früherkennung Brustkrebs (www.krebsgesellschaft.de; letzter Aufruf: 05.10.2015)
[6] Deutsche Krebsgesellschaft (DKG): Symptome Brustkrebs (www.krebsgesellschaft.de; letzter Aufruf: 05.10.2015)
[7] Deutsche Krebsgesellschaft (DKG): Diagnose Brustkrebs  (www.krebsgesellschaft.de; letzter Aufruf: 05.10.2015)
[8] Wolff AC et al., Arch Pathol Lab Med 2007; 131 (1): 18-43
[9] Deutsche Krebsgesellschaft (DKG): Basisinformationen Brustkrebs (www.krebsgesellschaft.de; letzter Aufruf: 05.10.2015)
[10] Deutsche Krebsgesellschaft (DKG): Therapieverfahren Brustkrebs (www.krebsgesellschaft.de; letzter Aufruf: 05.10.2015)
[11] Cortazar P et al., Lancet 2014; 384: 164-72

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